Probebetrieb

Abraumförderung im Tagebau Reichwalde beginnt wieder

Im Tagebau Reichwalde im Landkreis Görlitz beginnt am Mittwoch erneut die Abraumförderung. Wie eine Sprecherin der Vattenfall Europe Mining & Generation der Nachrichtenagentur ddp am Dienstag sagte, handelt es sich zunächst um einen Probebetrieb.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Reichwalde (ddp/red) - Die eigentliche Förderung von Braunkohle solle noch in diesem Jahr beginnen. 1999 war die Förderung in Reichwalde eingestellt worden. Vattenfall habe den Tagebau jedoch stets betriebsbereit gehalten.

Der Energiekonzern hat nach eigenen Angaben rund 350 Millionen Euro in die Modernisierung der Abraumförderbrücke vom Typ F60 investiert. Die gesamte Kohle aus dem Reichwalder Tagebau werde später über 14 Kilometer lange Förderbänder ins benachbarte Kraftwerk Boxberg transportiert, hieß es. Damit könne der in den 1980er Jahren eröffnete Tagebau langfristig seinen Beitrag für eine stabile Versorgung der Lausitzer Braunkohlekraftwerke leisten, hieß es.

Vattenfall hat nach eigenen Angaben das Recht, 366 Millionen Tonnen Kohle aus dem Tagebau Reichwalde zu fördern. Der Betrieb soll bis 2045 dauern. Umsiedlungen sind nach Angaben der Unternehmenssprecherin nicht nötig. Mit der nahen Gemeinde Rietschen seien trotzdem Ausgleichsmaßnahmen vereinbart worden. Zur Weiterführung des Tagesbaus zunächst Richtung Osten, danach nach Norden und später wieder ostwärts wird den Angaben zufolge der Fluss Weiße Schöps dauerhaft verlegt und renaturiert. Bereits in der Vergangenheit musste der Flusslauf mehrfach vorübergehend umgeleitet werden.

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