Klimawandel

Ab Montag in Montreal: 11. Klimakonferenz

Nächste Woche trifft sich die internationale Staatengemeinschaft im kanadischen Montreal um über die nächsten Schritte zu beraten, mit denen sie den Klimawandel abwenden will. Grundlage wird ein UN-Gutachten sein, das eine bisher nur mickrige Reduzierung der Treibhausgase bilanziert.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Vom 28. November bis 9. Dezember 2005 findet im kanadischen Montreal die elfte Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention statt. Dabei soll es vor allem um die nächsten Schritte gehen, die die Weltgemeinschaft gegen den Klimawandel unternehmen will.

In diesem Zusammenhang hat das Sekretariat der Klimarahmenkonvention in Bonn eine Studie veröffentlicht, nach der der Treibhausgasausstoß in den entwickelten Ländern zwischen 1990 bis 2003 zwar um 5,9 Prozent gesunken ist, in den westlichen Industrieländern dagegen um 9,2 Prozent zugenommen hat. Dass der Treibhausgasausstoß in den entwickelten Ländern gesunken ist, wird vorwiegend auf die Begleitumstände der Umstellung auf die Marktwirtschaft in den Ländern Mittel- und Osteuropas zurückgeführt. Dort nahm der Ausstoß von Treibhausgasen in dem genannten Zeitraum um 39,6 Prozent ab.

Von den westlichen Industrieländern konnten neben Deutschland (minus 18,2 Prozent) nur Luxemburg (minus 16,1 Prozent) und Großbritannien (minus 13,0 Prozent) den Ausstoß in größerem Umfang senken. Nachdem der wirtschaftliche Umbau in den mittel- und osteuropäischen Ländern weitgehend abgeschlossen ist, muss - so die Studie - von einem Anstieg in diesen Ländern ausgegangen werden, der in der Untersuchung aber weiterhin weit unter dem Niveau von 1990 gesehen wird (minus 18,3 Prozent).

Für die westlichen Industrieländer prognostiziert die Studie allerdings einen erheblichen Anstieg des Treibhausgasausstoßes (plus 19,5 Prozent), so dass weltweit ohne zusätzliche Maßnahmen bis 2010 eine Zunahme an Treibhausgasemissionen von insgesamt 10,6 Prozent gegenüber 1990 zu erwarten sei.

Es gibt also noch viel zu tun!

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