Zuschüsse

73 Prozent der Versorger in NRW fördern Sonne & Co.

Während die Umstellung der Heizung von Öl auf Gas nur noch von 81 Energieversorgern gefördert wird, nehme die Förderung von Erdgasfahrzeugen zu, ergab eine Umfrage der Energieagentur NRW unter 156 Energieversorgern in NRW. Besonders vorbildlich: Die Stadtwerke Aachen und Bielefeld.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Fast drei Viertel der nordrhein-westfälischen Energieversorger unterstützen die Nutzung erneuerbarer Energiequellen oder Energieeffizienztechniken mit eigenen Förderprogrammen. Das ergab eine Umfrage der Energieagentur NRW.

Danach sank die Quote der fördernden Energieversorger landesweit zwar von 75 Prozent im Vorjahr auf 73 Prozent in 2005. "Trotzdem ist das noch ein erfreuliches Ergebnis", erklärt Helwig Falk von der Energieagentur NRW. Die Förderprogramme hätten sich in der Vergangenheit oftmals als lohnenswerte Ergänzung zu Landes- oder Bundesmittel erwiesen. "Der Haken an der Sache ist nur, dass die meisten Bürger wenig von den Angeboten ihres Energieversorgers wissen", so Falk.

Während die Umstellung der Heizung von Öl auf Gas nur noch von 81 Energieversorgern gefördert wird (2004: 104), nehme die Förderung von Erdgasfahrzeugen zu. So unterstützen z.B. die Technischen Werke Osning , die Stadtwerke aus Halle in Westfalen, den Kauf eines Erdgasfahrzeuges mit bis zu 2400 Euro. Eine Heizungsumstellung auf Erdgas sei vielen Energieversorgern einen Zuschuss zwischen 300 und 1500 Euro wert.

Besonders umfangreiche Förderprogramme hätten die Stadtwerke Aachen und Bielefeld. Hier würden nicht nur Maßnahmen zur Absatzsteigerung von Erdgas gefördert, sondern auch z.B. die Wärmedämmung im Alt- und Neubau oder Wohnungslüftungsanlagen. Und dass auch kleinere Energieversorger große Förderprogramme auflegen können, würden die Stadtwerke Erkrath zeigen, die Niedrigstenergiehäuser bezuschussen, oder die Niederrheinwerke Viersen, die zum Kauf eines Erdgasautos 1000 Euro beisteuern.

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