Drei Komponenten

6,6: Yello gibt neuen Strompreis in Euro bekannt

Nach einer erfolgreichen "Last-Minute-Aktion" hat Yello heute den neuen Strompreis bekannt gegeben: Der Grundpreis wird um mehr als 30 Prozent gesenkt, der Kilowattstundenpreis steigt um mehr als drei Pfennig.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Kölner Yello Strom GmbH hat seit heute einen neuen Stromtarif. Er heißt "6,6" und und setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Grundpreis, Energiepreis- und Netzpreis-Komponente.

Der Grundpreis sinkt von ehemals 19 DM pro Monat auf 6,6 Euro (12,91 DM) im Monat. Damit zahlen neue Yello-Kunden anstelle von 228 DM Jahresgebühr nur noch 154,92 DM (79,20 Euro). Der Strompreis steigt von jetzt 22,48 Pfennig auf 13,2 Cent (25,82 Pfennig) pro Kilowattstunde an. Dabei splittet er sich in eine Energiepreis-Komponente von 6,6 Cent und in eine Netzpreis-Komponente von 6,6 Cent pro Kilowattstunde auf. Yello Geschäftsführer Michael Zerr erklärt: "Mit dem neuen Preis aus drei Komponenten will Yello deutlich machen, dass die in Deutschland verlangten Netznutzungsentgelte einen wesentlichen Teil der Stromkosten verursachen. Dabei gehen wir schon heute von deutlich sinkenden durchschnittlichen Netzkosten aus. Bundesweit sind die Netzentgelte bisher teilweise so überteuert, dass die Kartellbehörden mittlerweile gegen über 150 Netzbetreiber in Deutschland Verfahren eingeleitet haben. Wir geben das jedoch nicht an unsere Kunden weiter."

Da Yello den Grundpreis um 32 Prozent gesenkt hat, lohnt sich das Angebot nun auch für Haushalte mit einem kleineren Stromverbrauch. Kunden, mit einem Verbrauch von bis zu 2019 Kilowattstunden jährlich, die sich im Rahmen der Last Minute-Kampagne vom September/Oktober 2001 angemeldet haben, können in den für sie günstigeren neuen Tarif wechseln. Für alle anderen Kunden gilt im ersten Vertragsjahr die Yello Garantie für den alten günstigen Preis.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Elektrofahrzeug

    E-Autos: Das Problem mit den öffentlichen Ladesäulen

    Bei der Verbreitung von E-Autos gibt es drei wesentliche Hürden: Die Reichweite, den Kaufpreis und das Aufladen der Batterie. Letzteres stellt aber nicht wegen des Mangels an Ladepunkten ein Problem dar, sondern auch wegen des Wirrwarrs bei den Preisen und der Nutzung.

  • Stromrechnung

    Sommertipp: Stromrechnung während des Urlaubs drosseln

    Die Stromrechnung kann während des Urlaubs mit ein paar einfachen Maßnahmen gesenkt werden. Am größten ist das Sparpotenzial für diejenigen, die einen elektrischen Warmwasserspeicher nutzen.

  • Stromnetz Ausbau

    VIK-Preisvergleich Stromnetze: Unter Druck sinken Netzentgelte

    Die vom Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft regelmäßig veröffentlichten Preisvergleiche der Netznutzungsentgelte bieten nicht nur Transparenz. Sie sorgen auch dafür, dass Entgelte gesenkt werden. So geschehen jetzt bei der e.dis

  • Hochspannungsleitung

    Entgegen dem Markttrend: LichtBlick-Strompreise steigen nicht

    Ein Lichtblick für den Jahreswechsel: Der Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick wird den Strompreis nicht erhöhen. Er spekuliert auf eine eventuelle Senkung der Netznutzungsentgelte und will auch die Euroumstellung nicht verfälschen.

  • Strompreise

    VEA-Preisvergleiche dokumentieren Missbrauch bei Netznutzungsentgelten

    Die Überprüfung der Netznutzungsentgelte deutscher Stromnetzbetreiber durch das Bundeskartellamt löst auch beim VEA Erleichterung aus. Dessen regelmäßige Preisvergleiche waren ein Grund dafür, dass sich Bund und Länder zum Handeln entschlossen haben.

Top