Baden-Württemberg

5,8 Millionen Euro für Stilllegung kerntechnischer Anlagen

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat in diesem Jahr am Forschungszentrum Karlsruhe rund 5,8 Millionen Euro in die Stilllegung kerntechnischer Anlagen und die Behandlung radioaktiver Abfälle investiert.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (ddp-bwb/sm) - Laut Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) entspricht dies dem mit dem Bund vereinbarten Landesanteil an der Finanzierung des Rückbaus. In einer Rahmenvereinbarung wurde festgelegt, dass auf das Land etwa zehn Prozent der Kosten entfallen und der Bund rund 90 Prozent aufbringen muss.

Der Etat für den Bereich "Stilllegung nuklearer Anlagen" am Forschungszentrum belief sich nach Angaben einer Ministeriumssprecherin im laufenden Jahr auf 48 Millionen Euro. Zu den Aufgaben zählen der Rückbau mehrerer Forschungsreaktoren und einer Kernreaktoranlage, die Behandlung und Zwischenlagerung radioaktiver Reststoffe des Forschungszentrums, der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) und anderer Einrichtungen sowie Maßnahmen zur Endlagerung und Entsorgung.

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist eine von Bund und Land gemeinsam getragene Forschungseinrichtung, die zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört und mehr als 3800 Menschen beschäftigt. Für den Forschungsbereich der Einrichtung jenseits der Stilllegungsaufgaben bewilligte das Land laut Pfister für dieses Jahr 26,3 Millionen Euro. Der Gesamthaushalt des Forschungszentrums umfasst 383 Millionen Euro. Rund 297 Millionen Euro kommen vom Bund.

Die Entwicklung der Kerntechnik gehörte in den 1980er Jahren zu den Gründungsaufgaben der Forschungseinrichtung. Das Zentrum weitete seine Tätigkeit aber zunehmend auf andere Gebiete aus und zählt heute nach eigenen Angaben zu den größten natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Europa.

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