In Mecklenburg-Vorpommern

50 Millionen Euro teure Stromleitung für Windenergie geplant

Einem Bericht der "Schweriner Volkszeitung" zufolge, will Netzbetreiber Vattenfall Europe Transmission in eine neue Höchstspannungsleitung zwischen Schwerin und Krümmel 50 Millionen Euro investieren. Die mittlerweile vierte Ost-West-Verbindung solle bis 2007 fertig gestellt werden, das Raumordnungsverfahren begann heute.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Mecklenburg-Vorpommern baut laut einem Medienbericht seine Position als Stromexporteur weiter aus. Der Netzbetreiber Vattenfall Europe Transmission will in eine neue Höchstspannungsleitung zwischen Schwerin und Krümmel 50 Millionen Euro investieren, wie die "Schweriner Volkszeitung" (Montagausgabe) berichtet. Grund für die Erweiterung des Stromnetzes sei der starke Ausbau der Windenergie im Nordosten.

Der Chef des Stromkonzerns, Wolfgang Neldner, bezeichnete die Verbindung dem Bericht zufolge als wesentlichen Schritt zur Integration der erneuerbaren Energien. Von diesem sollen auch Unternehmen aus der Region profitieren. Sie können den Angaben zufolge mit Aufträgen in Höhe von mindestens fünf Prozent der Investitionssumme rechnen.

Die mittlerweile vierte Ost-West-Verbindung solle bis 2007 fertig gestellt werden. Für die 75 Kilometer lange Leitung habe am Montag das Raumordnungsverfahren begonnen. Die bevorzugte Trasse führe von Schwerin-Görries über Wittenburg und entlang der Autobahn 24 in Richtung Krümmel.

Bauminister Helmut Holter (PDS) lobte das Vorhaben als den lang geplanten Lückenschluss zwischen den norddeutschen Stromnetzen in Ost und West. Hierdurch werde die Versorgungssicherheit verbessert. Eine besondere Bedeutung werde der Leitung mit der Fertigstellung der Offshore-Windenergieanlagen "Baltic I" und "Kriegers Flak" sowie des Gaskraftwerks in Lubmin zukommen.

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