Biokraftstoff

41 Prozent in Deutschland tanken E10

Laut einer aktuellen Umfrage tanken vier von zehn Deutschen E10 - um zu sparen, und auch der Umwelt zuliebe. Kritiker sehen aber eine höhere Belastung der Umwelt im Herstellungsverfahren des Biokraftstoffes und befürchten die Verknappung von Anbauflächen für Nahrungsmittel.

E10 Kraftstoff© ferkelraggae / Fotolia.com

München (red) - Eine große Kontroverse begleitete die Einführung des Kraftstoffs E10 an den deutschen Tankstellen. Auch jetzt noch diskutiert die Branche über den subventionierten Kraftstoff. Eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 unter 1.058 Autofahrern zeigt jedoch: Mittlerweile tanken 41 Prozent der Deutschen diesen Biosprit.

Sparen überzeugt

Wer sich an der Zapfsäule für E10 entscheidet, will vor allem sein Portemonnaie schonen - 66 Prozent der Befürworter tanken das Kraftstoffgemisch, weil es weniger als Superbenzin kostet. Laut ADAC-Auswertung ist der Preis im Vergleich zur Vorwoche um 0,6 Cent auf 1,482 Euro gesunken. 34 Prozent greifen zum E10-Hahn, weil sie dadurch die Umwelt schützen möchten, unabhängig von der laufenden Diskussion um den tatsächlichen Umwelteffekt dieses Kraftstoffs.

E10 bleibt umstritten

Die Subvention von E10 durch die Regierung heißen 32 Prozent der befragten Autofahrer gut. 29 Prozent sind der Meinung, dass der Absatz verboten werden sollte. Die Mehrheit (39 Prozent) ist hingegen ohne klare Meinung. Seit der Einführung von E10 im Jahr 2011 ist der Bio-Kraftstoff heftig umstritten. Umweltschützer kritisieren, dass die Herstellung von Biokraftstoffen die Umwelt stärker belaste als herkömmliche Treibstoffe. Kritiker fürchten zudem, dass der Anbau von Weizen, Mais oder Raps zur Gewinnung des in E10 beigemischten Bioethanols die Anbauflächen für Nahrungsmittel in ärmeren Ländern verringere.

Dagegen forderte Mineralölkonzern Total im Sommer 2013 eine stärkere Unterstützung seitens der Politik, um durch die Abschaffung von Superbenzin an Tankstellen den Kraftstoff bei den Verbrauchern zu fördern.

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