Frist abgelaufen

40 Widersprüche gegen Mainzer Kohlekraftwerk

Die Widerspruchsfrist gegen das zwischen Mainz und Wiesbaden geplante Kohleheizkraftwerk ist abgelaufen. Insgesamt 40 Einsprüche von Kommunen, Umweltverbänden und Einzelpersonen seien fristgerecht bei der Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd (SGD Süd) eingereicht worden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz/Wiesbaden (ddp-hes/red) - Die Begründungen zu den Widersprüchen lägen allerdings in den meisten Fällen noch nicht vor, teilte der Präsident der SGD Süd, Hans-Jürgen Seimetz, mit. Die Frist zur Einreichung der Einsprüche war Mitte Februar abgelaufen.

Zum weiteren Verfahrensablauf erläuterte Seimetz, zunächst würden die Widersprüche auf ihre formalrechtliche Korrektheit hin geprüft. Sobald die Begründungen der Einwender vorliegen, werde sich die SGD Süd anschließend mit jedem einzelnen inhaltlich auseinandersetzen. "Dafür nehmen wir uns die nötige Zeit", sagte Seimetz.

Das Bündnis der Kohlekraftgegner sieht sich für den weiteren Fortlauf des Widerspruchs- und Klageverfahrens gut gerüstet. "Wir sind mit der Auswahl der Musterkläger sehr zufrieden", sagte der Vorsitzende Marc Legg. Die persönliche Betroffenheit der Musterkläger stelle in punkto Bauschutz sowie Immissionsschutz sicher, dass die Belange der Bürger in Mainz und Wiesbaden sich im Verfahren widerspiegelten.

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