20-jähriges Bestehen

3000 Besucher bei Tag der offenen Tür im BfS

Rund 3000 Menschen haben am Samstag das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter besucht. Am Tag der offenen Tür konnten die Besucher u.a. das geplante Endlager Schacht Konrad besichtigen. Das BfS hatte den Tag der offenen Tür anlässlich seines 20-jährigen Bestehens ausgerichtet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Salzgitter/Gorleben (ddp/red) - Rund 3000 Besucher nutzten den Tag, um sich in der Behörde umzusehen und sich beispielsweise in Fachvorträgen über die Strahlenbelastung beim Fliegen zu informieren. Ferner konnten die Besucher die Strahlung ihres Handys messen lassen und das geplante Endlager Schacht Konrad besichtigen.

Laut Polizei demonstrierten während der Veranstaltung etwa 20 Umweltaktivisten friedlich gegen Atomkraft. Zuvor hatten Atomkraftgegner angekündigt, das Amt in Salzgitter mit den offenen Fragen zum Ausbau des Salzstocks Gorleben konfrontieren zu wollen.

Die Umweltschützer vermuten, dass der Gorlebener Salzstock unter dem Deckmantel der Erkundung bereits seit Jahrzehnten zum Endlager für hoch radioaktiven Atommüll ausgebaut wird. Sie sehen sich durch Aussagen des BfS bestätigt, wonach die Kosten für die Erkundung eines Endlagers bei 400 bis 500 Millionen Euro liegen. In Gorleben wurden bislang aber schon rund 1,5 Milliarden Euro investiert. Vor einer Woche hatten Hunderte Demonstranten das Endlagerbergwerk in Gorleben gestürmt und für mehrere Stunden besetzt.

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