Krise

25 Mibrag-Beschäftigte müssen in Kurzarbeit

Wegen anhaltend schwacher Nachfrage hat die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) für ihre Beschäftigten in der Staubfabrik Deuben ab sofort Kurzarbeit angeordnet. Die Auslastung der Fabrik war um fast 30 Prozent zurückgegangen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Theißen (ddp/red) - Betroffen seien 25 Mitarbeiter, die in den nächsten Monaten auf bis zu zehn Arbeitstage verzichten müssten, teilte das Unternehmen am Dienstag im sachsen-anhaltischen Theißen mit. Die Auslastung der Staubfabrik sei in den vergangenen Monaten um 30 Prozent zurückgegangen und verharre seitdem auf niedrigem Niveau.

"Wir sehen auch in absehbarer Zeit keine nachhaltige Verbesserung unserer Auftragslage", sagte Mibrag-Arbeitsdirektor Heinz Junge. Die Kurzarbeit werde voraussichtlich bis ins nächste Jahr anhalten.

Die Mibrag befindet sich nach eigenen Angaben in einer wirtschaftlichen Zwangslage, allein für die CO2-Zertifikate müssen in diesem Jahr erneut fast 30 Millionen Euro aufgewendet werden. Der Braunkohlestaub aus der Fabrik in Deuben um Burgenlandkreis wird an die Zementindustrie geliefert. Die seit Monaten zurückgehenden Bau-Investitionen wirkten sich auch auf die Nachfrage nach Braunkohlenstaub aus, erklärte die Mibrag.

Die Mibrag beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiter in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

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