Jubiläum

25 Jahre Kernkraftwerk Brunsbüttel

Die Zeiten ändern sich: Das auf der östlichen Seite des Nord-Ostsee-Kanals 1976 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Brunsbüttel wird voraussichtlich 2008 abgeschaltet. Jetzt feierte die Belegschaft aber erstmal 25-jähriges Bestehen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Mit einem Rammschlag hatten am 29. Mai 1970 unter Anwesenheit des damaligen Hamburger Oberbürgermeisters und HEW-Aufsichtsratsvorsitzenden, Prof. Herbert Weichmann, die Bauarbeiten am Brunsbütteler Elbufer begonnen. Auf der östlichen Seite des Nord-Ostsee-Kanals entstand damals das Kernkraftwerk Brunsbüttel (KKB) mit 806 Megawatt Leistung. Am Bau waren 350 Firmen beteiligt, davon 80 vor Ort. Gut sechs Jahre später, am 17. Dezember 1976, ging das KKB als erstes Kernkraftwerk in Schleswig-Holstein mit voller Leistung in den Probebetrieb, am 9. Februar 1977 wurde die Anlage vom Hersteller Kraftwerk Union AG offiziell an den Betreiber übergeben. Gesellschafter der Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH sind die Hamburgische Electricitaets-Werke AG zu 66,7 Prozent und die E.ON AG. In diesem Monat feierte die KKB-Betriebsmannschaft nun 25-jähriges Bestehen.

Inzwischen hat das KKB mehr als 100 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Strommenge entspricht einem Fünftel des gesamtdeutschen Jahresstromverbrauchs oder dem achtfachen Jahresverbrauch von Hamburg. Das Kraftwerk beschäftigt derzeit etwa 320 Mitarbeiter. Aufgrund der vereinbarten Beendigung der Stromerzeugung aus Kernenergie in Deutschland wird das Kernkraftwert Brunsbüttel noch bis zum Jahr 2008 weiterlaufen. Der im Konsens vereinbarte Verzicht auf die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen ab 2005 führte zu der Entscheidung, auf dem Kraftwerksgelände ein Zwischenlager zu errichten.

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