Vorbildcharakter

22. Solarsiedlung in Nordrhein-Westfalen eingeweiht

Die 22. Solarsiedlung Nordrhein-Westfalens ist diese Woche in Siegen eingeweiht worden. "Dieses Renovierungsprojekt der Wohnstättengenossenschaft Siegen verbindet vorbildlich den Klimaschutz mit der Wirtschaftlichkeit", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Thoben bei der Einweihung der Siedlung, die 54 Wohnungen umfasst.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Siegen (ddp-nrw/sm) - Die energetische Sanierung sorge in Kombination mit der Nutzung der Solarenergie für eine deutliche Verringerung der Wohnnebenkosten. Bei dem Projekt wurde eine Wohnanlage aus den 1950er Jahren saniert und zur Solarsiedlung ausgebaut. Insgesamt spart die Genossenschaft den Angaben zufolge nun jährlich 320 Tonnen CO2 ein. Der Energiebedarf wurde um rund 85 Prozent gesenkt.

Die Modernisierung hat rund 3,5 Millionen Euro gekostet, die aus Eigenmitteln sowie mit Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert wurden.

"Diese Siedlung kombiniert hervorragend Maßnahmen zur Energieeinsparung mit der aktiven Nutzung der Solarenergie. Die beste Werbung ist nun mal das 'gebaute Beispiel', das man sich ansehen und über das man sprechen kann", betonte Ministerin Thoben. Neben den reduzierten CO2-Emissionen werden die Bewohner der Siedlung künftig aufgrund der guten Isolierung weniger für Energie, Heizung und Warmwasser zahlen müssen.

Die Siegener Siedlung ist Teil des Projekts "50 Solarsiedlungen NRW", die Ende der 1990er Jahre im Auftrag der Landesregierung gestartet war. Mittlerweile haben den Angaben zufolge 47 Vorhaben den Status Solarsiedlung erhalten und 22 Siedlungen sind fertiggestellt. Über 4500 Menschen leben in Nordrhein-Westfalen bereits in diesen Siedlungen. Damit sei NRW europaweit Spitzenreiter bei der Umsetzung von Solarsiedlungen, hieß es.

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