Statistik

2005: Energie bleibt Preistreiber Nummer eins

Das Statistische Bundesamt hat heute die endgültige Statistik zum Verbraucherpreisindex 2005 vorgelegt: Damit verzeichneten die deutschen Verbraucher im Portmonnaie die höchste Jahresteuerungsrate seit 2001. Vor allem die Energiepreise sind dabei für die Preisentwicklung verantwortlich.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Nach endgültigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Jahresdurchschnitt 2005 gegenüber 2004 um 2,0 Prozent gestiegen. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit 2001 mit ebenfalls plus 2,0 Prozent, nach niedrigeren Raten in den Jahren 2004 (plus 1,6 Prozent), 2003 (plus 1,1 Prozent) und 2002 (plus 1,4 Prozent).

Neben den Erhöhungen der Tabaksteuer und der Kraftfahrzeugsteuer sind laut Statistischem Bundesamt vor allem die Energiepreise für die Beschleunigung der Preisentwicklung verantwortlich. In der ersten Hälfte des Jahres wirkten sich noch ergänzende Maßnahmen der Gesundheitsreform auf die Jahresteuerungsrate aus. Mineralölprodukte verteuerten sich 2005 um 12,3 Prozent und wirkten im gesamten Jahr preistreibend. Auch Haushaltsenergie verteuerte sich 2005 überdurchschnittlich um 11,8 Prozent. Unter allen Energiepreisen stiegen die Preise für leichtes Heizöl am stärksten um 32,0 Prozent (Indexhöchststand im Oktober: 153,6). Ohne Einrechnung von Energie hätte die jahresdurchschnittliche Teuerung nur 1,1 Prozent betragen (darunter ohne Einrechnung von Heizöl und Kraftstoffen: plus 1,5 Prozent).

Auch im Dezember 2005 blieb im Jahresvergleich Energie der große Preistreiber: Die Preise für leichtes Heizöl verteuerten sich im Vergleich zum Dezember 2006 überdurchschnittlich um 33,6 Prozent. Die Kraftstoffpreise stiegen im gleichen Zeitraum deutlich um 13,7 Prozent. Haushaltsenergie kostete im Dezember 2005 deutlich mehr als im Dezember 2004 (Strom: plus 4,2 Prozent, Gas: plus 14,9 Prozent sowie Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: plus 21,7 Prozent).

Bestimmend für den deutlichen Anstieg des Gesamtindex zum Vormonat war u.a. die Erhöhung der Preise für Pauschalreisen (plus 31,3 Prozent zum November 2005) und für Beherbergungsdienstleistungen (plus 24,0 Prozent).

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