Positiver Trend

2004: Mehr als eine Million Quadratmeter Solarkollektoren

Hält der momentane Trend an, könnten in Deutschland in diesem Jahr erstmals über eine Million Quadratmeter Solarkollektorfläche installiert sein. Die Gründe für diesen verstärkten Trend zur solaren Wassererwärmung sieht die UVS u.a. in den hohen Heizöl- bzw. Gaspreisen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Die in Deutschland neu installierte Kollektorfläche zur solaren Wärmegewinnung könnte 2004 erstmals über eine Million Quadratmeter betragen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) nach Beobachtung der Nachfrage in den letzten Monaten. Die Gründe für diesen verstärkten Trend zur solaren Wassererwärmung sieht die UVS in den hohen Heizöl- bzw. Gaspreisen, der ausgereiften Technik und den hohen Wärmedeckungsgraden moderner Solarkollektoren.

In 2003 wurden in Deutschland knapp 750 000 Quadratmeter Kollektoren zur solaren Wärmegewinnung installiert. Dies entspricht fast 80 000 Neuanlagen. Für das laufende Jahr rechnet die UVS mit einem Zubau von über 100 000 Solarwärmeanlagen. Damit dürfte 2004 in Deutschland erstmals die Marke von einer Million Quadratmeter neu installierter Kollektorfläche überschritten werden. "Wenn die Nachfrage anhält, werden Ende diesen Jahres dann insgesamt 730 000 Solarwärmeanlagen umweltfreundlich Wasser zum Duschen, Baden und teilweise auch zur Unterstützung der Raumheizung erhitzen", freut sich UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig.

Mit einer fachmännisch geplanten etwa sechs Quadratmeter großen Solarwärmeanlage kann der Warmwasserbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes zum Duschen, Baden und Waschen im Jahresdurchschnitt zu 60 Prozent gedeckt werden. Die durch eine solche Anlage erzeugte Wärme reicht für jährlich 2000 Duschgänge und spart nach aktuellen Berechnungen der Zeitschrift Öko-Test über 300 Liter Heizöl jährlich.

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