Statistik

1994-2004: Stromversorger gewinnen Kunden hinzu

Die etwa 900 deutschen Stromversorger hatten 2004 mehr als 44,3 Millionen Kunden. Damit waren fast 2,6 Millionen Abnehmer (plus sechs Prozent) mehr an das deutsche Leitungsnetz angeschlossen als 1994, ermittelte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Absolut gesehen war die Zunahme in der größten Verbrauchergruppe Haushalte, Kleinbetriebe und Landwirtschaft am stärksten. Hier stieg die Zahl der Anschlüsse laut VDEW von knapp 41 Millionen auf über 44 Millionen. Das sei ein Plus von sechs Prozent innerhalb von zehn Jahren gewesen, meldete der Verband. Die Zahl der Stromabnehmer aus Industrie und Gewerbe habe um 14 Prozent zugenommen. Waren 1994 etwa 280 000 Betriebe ans deutsche Stromnetz angeschlossen, so wurden 2004 fast 320 000 Betriebe mit Strom beliefert.

Im Haushaltsbereich mache sich in erster Linie der Trend zur Kleinfamilie und zur Zweitwohnung bemerkbar, fand der VDEW heraus. Von den knapp 39 Millionen Haushalten waren 2004 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes fast 28 Millionen Ein- oder Zwei-Personenhaushalte, 1994 waren es noch 24 Millionen Haushalte gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromkosten

    Höhere Netzkosten verteuern den Strom

    Die Netznutzungsentgelte werden in vielen Städten steigen. Das wird sich auf den Stromrechnungen für das kommende Jahr niederschlagen. Allerdings sind die Strompreise an der Börse gefallen, wodurch Preissenkungen von Seiten der Stromversorger möglich sind.

  • Stromnetz

    Kabinett beschließt Vorrang für Erdkabel – Stromkosten steigen

    Erdkabel erhalten beim Bau der geplanten Stromautobahnen den Vorrang, so ein Beschluss des Bundeskabinetts. Der Kompromiss im Trassenstreit wird allerdings teuer: Experten gehen von drei bis acht Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten aus. Die Ausgaben finden Verbraucher auf künftigen Stromrechnungen wieder.

  • Stromnetz Ausbau

    Aus FlexStrom wird Sun-E

    Der Berliner Stromanbieter FlexStrom, der mit seinen günstigen Paketpreisen seit einiger Zeit auf Platz eins des strom magazin Tarifrechners steht, wird künftig Sun-E heißen. Mitte August soll die Umbenennung erfolgen, dann soll Sun-E als Marke etabliert werden, die für Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit steht.

  • Energieversorung

    Primärenergieverbrauch sank im ersten Halbjahr 2005

    Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat die Primärenergieverbrauch-Statistik für das erste Halbjahr 2005 vorgelegt: So betrug der Primärenergieverbrauch in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit knapp 244 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten etwa 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

  • Strom sparen

    Keine Manipulation: Strompreise sind Marktpreise

    Der Energieverband VDEW weist - erwartungsgemäß - die Schuld für die hohen Energiepreise weit von sich. Strompreise unterlägen schließlich den Regeln von Angebot und Nachfrage, daher seien die Manipulationsvorwürfe "grotesk". Dabei versuche die Energiebranche bereits, den Großabnehmern zu helfen.

Top