Rekordjahr

130 000 neue Solaranlagen auf deutschen Dächern errichtet

Mittlerweile sind in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von über 180 Megawatt errichtet. Allein im vergangenen Jahr sind 130 000 Anlagen hinzu gekommen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

In Deutschland wurden im Jahr 2001 etwa 130 000 neue Solaranlagen installiert. Vor allem Fotovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung verzeichneten einen starken Nachfrageschub. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bewilligte im Rahmen des 100 000-Dächer-Programmes etwa 20 000 Anträge - fast sechsmal so viel wie bei Programmstart im Jahr 1999. Insgesamt sind jetzt in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von über 180 Megawatt errichtet. Außerdem wurden in 2001 mehr als 100 000 Solarwärmeanlagen gebaut, nahezu zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.

"Das Jahr 2001 war erneut ein Rekordjahr für neue Energien. Der im Jahr 2000 begonnene Einstieg ins Solarzeitalter wurde konsequent fortgesetzt", freut sich Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS). Insgesamt erzielte die Solarbranche in 2001 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro (2000: 790 Millionen Euro). Die Solarbranche zählt in Deutschland bereits über 20 000 Beschäftigte. Für dieses Jahr ist der Bau zahlreicher neuer Produktionsstätten in Deutschland geplant. Körnig rechnet für 2002 mit einem weiteren Wachstum von 25 bis 30 Prozent im Bereich Fotovoltaik. Für den Bereich Solarwärme will sich Körnig nicht festlegen: Aufgrund der gesunkenen Preise für Öl und Gas sei ein Wachstum noch ungewiss. Der UVS-Geschäftsführer warnt Eigenheimbesitzer jedoch vor erneuten Energiepreissteigerungen und empfiehlt als Schutz davor in Übereinstimmung mit der Bundesregierung die Errichtung einer Solaranlage: "Solaranlagen sind Stand der Technik und schützen Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen."

Nach wie vor gebe es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle beim Bau von Solaranlagen. Etwa 40 Prozent der Anlagen wurden in Bayern errichtet, weitere 20 Prozent in Baden-Württemberg. Schlusslicht ist Bremen mit 0,2 Prozent. Ursache dafür sei vor allem die bessere Einkommenssituation süddeutscher Haushalte, weiß Körnig.

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