Stromschwankungen

1 Million Euro Schaden durch Schnellabschaltung von Krümmel

Die Hamburger Wasserwerke haben durch die Schnellabschaltung des Atomkraftwerks Krümmel einen Schaden von rund 300.000 Euro erlitten. Hinzu kommen hohe Summen für Schäden bei Stahlwerken und Kupferfabriken. Insgesamt belaufen sich die Schätzungen auf rund eine Million Euro.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/red) - Durch die Schnellabschaltung des Kraftwerks war es in Hamburg vergangenen Samstag zu Schwankungen im Stromnetz und dadurch zum Ausfall mehrerer Wasserpumpen gekommen. Bei der anschließenden Wiederinbetriebnahme gab es schließlich Druckstöße im Leitungssystem, die die Rohrbrüche verursachten.

Derzeit werde noch immer an einem der 16 gebrochenen Wasserrohre gearbeitet, berichtete der Radiosender NDR 90,3 unter Berufung auf Schätzungen der Hamburger Wasserwerke.

Vattenfall will mit Stromkunden reden

Die Kosten der Panne könnten indes noch viel höher liegen. Neben den 300.000 Euro der Wasserwerke kämen jeweils hohe Summen bei verschiedenen Stahlwerken und Kupferfabriken dazu. Insgesamt belaufen sich die Schätzungen auf rund eine Million Euro.

Vattenfall will mit den Firmen das Gespräch suchen, um eine Lösung zu finden. Rein rechtlich gesehen müsste der Betreiber jedoch nicht zahlen, da der Spannungsabfall weniger als drei Sekunden gedauert hat, sagte eine Sprecherin dem Sender. Vattenfall wolle aber mit seinen Kunden im Einvernehmen bleiben.

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