Standsicherheit

1. Abbau in Morsleben erfolgreich verfüllt

Bis 2008 sollen 20 große Hohlräume des ehemaligen Endlagers Morsleben mit Spezialbeton verfüllt werden, um die Standsicherheit zu erhöhen. Modellrechnungen hatten Schäden im Salzgestein in unmittelbarer Umgebung der Abbaue ermittelt, durch die Wasser in die Hohlräume eindringen könnte.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (red) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die erste Phase auf dem Weg zur langfristigen Standsicherheit des Zentralteils des ehemaligen Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) abgeschlossen. Damit ist der erste von insgesamt 20 großen Hohlräumen, die verschlossen werden, komplett mit einem stabilisierenden Spezialbeton verfüllt.

Insgesamt sind über 26 000 Kubikmeter einer Mischung aus Salz, Steinkohlenfilterasche und Zement im Salzbergwerk verbaut worden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 17 Millionen Euro. Im Zentralteil des ERAM lagern keine radioaktiven Abfälle. Bis voraussichtlich 2008 werden ausgewählte Hohlräume des besonders problematischen Zentralteils des ERAM stabilisiert.

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