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LTE-Verfügbarkeit wächst - Schnelles Internet für Stadt und Land

Nicht jeder kann sich in Deutschland über einen Zugang zum schnellen Internet freuen. Der Hoffnungsschimmer vieler ist daher LTE (Long Term Evolution); der Mobilfunkstandard soll schnelles Internet via Funk ermöglichen. Doch obwohl in einigen Bundesländern der Ausbau quasi abgeschlossen ist, bekommt man noch längst nicht überall LTE.

Ausbauverpflichtung: LTE für die weißen Flecken

Der neue Mobilfunkstandard LTE oder auch Long Term Evolution tritt die Nachfolge des Standards UMTS an. 2010 wurden dafür von der Bundesnetzagentur Frequenzbereiche um 800 Megahertz versteigert. Da es in diesem Bereich möglich ist, die Übertragung von Daten im mobilen Internet um ein Vielfaches zu beschleunigen, wurde die LTE-Verfügbarkeit vielerorts mit Ungeduld erwartet. Die Netzbetreiber verpflichteten sich mit dem Kauf der Mobilfunkfrequenzen, zunächst in ländlichen Gebieten die LTE-Verfügbarkeit sicherzustellen, die bisher durch fehlende Möglichkeiten für schnelle DSL-Anschlüsse benachteiligt waren.

Trotzdem gibt es einige unzufriedene Stimmen, die noch immer keine schnelle Internetverbindung bekommen. Das kann mehrere Gründe haben.

Tablet-TarifeDie LTE-Verfügbarkeit auf dem Land ist mittlerweile ganz ordentlich – wenn auch nicht flächendeckend.© Antonioguillem / Fotolia.com

Auflage: Schnelles Internet für 90 Prozent der Haushalte

In den besagten Gebieten ist nun eine Versorgung mit schnellem Internet zu 90 Prozent gegeben, was den Vorgaben entspricht. Die Anbieter können das LTE-Netz nun nach eigenem Ermessen weiter ausbauen. Das bedeutet aber auch, dass für die restlichen zehn Prozent eben keine Verpflichtung mehr besteht. Pech haben kann auch, wer eine (zu) langsame DSL-Leitung hat. Denn auch hier besteht keine Verpflichtung, zusätzlich LTE verfügbar zu machen.

Ein weiteres Problem: Die Reichweite der Funkmasten

LTE Geschwindigkeit© Vodafone

Auch die Reichweite der LTE-Funkmasten ist ein Problem. Diese senden in einem Empfangsbereich von drei bis neun Kilometern, wobei man in einem Abstand von neun Kilometern zum Funkmast kaum noch ein Signal empfangen kann. So kommt es, dass gerade in den recht weitläufigen, ländlichen Gebieten eine Gemeinde bereits LTE buchen kann, die andere, die vielleicht nur ein paar Kilometer entfernt liegt, bekommt keines. Ebenso ist es denkbar, dass im gleichen Ort der eine Haushalt LTE empfangen kann, am anderen Ende der Ortschaft der Empfang aber nicht mehr ausreicht.

Wie ist es um die LTE-Verfügbarkeit in den Städten bestellt?

Die LTE-Anbieter o2, Vodafone und die Deutsche Telekom waren mit dem Ausbau an die gesetzliche Vorgabe gebunden, die LTE-Verfügbarkeit zunächst im ländlichen Raum zu gewährleisten, bevor sie die ohnehin besser versorgten Großstädte erreicht. Entgegen dieser Auflage wurde die LTE-Verfügbarkeit aber auch vor Ende der Ausbauverpflichtung schon in einigen großen Städten erreicht. Es kommt dabei auch auf die Frequenzen an, in denen ausgebaut wird. So richtig ging es aber erst los, als in den verschiedenen Bundesländern der gewünschte Stand erreicht war. Danach kümmerten sich die Mobilfunker zunehmend um die LTE-Verfügbarkeit in den Ballungsgebieten. Hier lohnt sich der Ausbau einfach eher.

Anbieter äußern sich nur ungern zu ihren Ausbaustrategien

Inwieweit in naher Zukunft die LTE-Abdeckung in den Gebieten, in denen die Ausbaukriterien der Bundesnetzagentur erfüllt sind, weiter gesteigert wird, oder ob man zunächst den wirtschaftlich womöglich rentableren Weg wählt, die Städte mit LTE zu versorgen, bleibt abzuwarten. Die Anbieter halten sich zu dieser Thematik relativ bedeckt, verbindliche Informationen sind kaum zu bekommen. Es wird jedoch betont, den Ausbau deutschlandweit voranzutreiben zu wollen, teilweise auch parallel zu weiteren Breitband-Techniken.

Übrigens beeinflussen auch gesetzliche Vorgaben den Ausbau der LTE-Technik, beispielsweise in Grenzgebieten. Um Störungen in ausländischen Handynetzen zu vermeiden, soll ein Grenzstreifen von 30 Kilometern bis zum Nachbarland beim Ausbau ausgespart werden. Die LTE-Geräte funken zudem auf derselben Frequenz wie andere Funktechnologien und könnten somit beispielsweise Mikrofone in der Bühnentechnik stören.

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