Rückgang
Schwerer Einbruch des Schmalband-Marktes
Der Markt mit ISDN- und Modemanschlüssen geht in Deutschland immer mehr zurück – zum Leid vieler Schmalband-Benutzer. Der Schmalbandbereich nimmt ab, während der DSL-Markt boomt.
Hürth (red) - Deutschland geht immer öfter online. Durch den Datenhunger wächst die Zahl der schnellen DSL- und Kabel-Internet-Anschlüsse rasant. Auf dem Markt der langsamen ISDN- und Modem-Verbindungen kommt es dadurch jedoch zu einem regelrechten Einbruch bei den Verbindungsminuten. All das geht aus dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur für das Jahr 2008 hervor.
Seit 2001 haben sich die Internetverbindungsminuten im Schmalband-Bereich konsequent verringert. Wurden 2001 noch 127 Milliarden Vertragsminuten generiert, so waren es 2004 nur noch 113 Milliarden. In den Zeiten der immer beliebter werdenden DSL-Anschlüsse setzten nun erdrutschartige Volumenverluste ein. Im Jahr 2005 waren es nur noch 84 Milliarden Minuten. 2006 sank das Minutenvolumen der ISDN-Kunden dann noch einmal auf 60 Milliarden und 2007 auf 34 Milliarden. Für das Jahr 2008 geht man nur noch von etwa 10 Milliarden Internet-Verbindungsminuten aus.
In den ländlichen Gebieten um Nordrhein-Westfalen wird nun die neue Mobilfunk-Technik LTE getestet. LTE nutzt die Frequenzen, die durch die Digitalisierung der TV-Übertragung zur Verfügung stehen. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, dann könnte man mit LTE kostengünstige Breitbandnetze ausbauen und so mehr Regionen als bisher vom langsamen Schmalband befreien.

