Entwicklung der Heizstromtarife gibt Grund zur Sorge

Wer mit Strom heizt, wird in den letzten Jahren mit Sorge die Entwicklung der Heizstromtarife verfolgt haben. Es gibt in Deutschland immer noch zahlreiche Haushalte, die von steigenden Strompreisen besonders betroffen sind, weil sie Heizstrom beziehen. Denn nicht nur der normale Haushaltstromtarif wird teurer, die steigenden Preise wirken sich auch auf den Heizstrom aus.

Dennoch wird von vielen großen Energieversorgern nach wie vor für Nachtspeicherheizungen als günstige Form des Heizens geworben. Dass dem nicht so ist, zeigt ein Vergleich mit anderen Energieträgern. Das Heizen mit Öl und Gas ist vielerorts billiger, da Stromheizungen wahre Energiefresser sind. Zudem streichen immer mehr Stromversorger separate Heizstromtarife für Nachtspeicherstrom, da diese Heizungsform zunehmend zum Auslaufmodell wird.

Drehstromzähler Wer mit Strom heizt, muss sich über hohe Rechnungen nicht wundern. Trotz spezieller Heizstromtarife machen steigende Preise und Ineffizienz die Stromheizung zum teuren Vergnügen. (Foto / Abb.: Tortenboxer / Fotolia.com)

Heizstromtarife werden transparenter

Obwohl die Verwendung von Nachtspeicherheizungen in Zukunft eingestellt werden soll, wurde durch die Gesetzgebung eine verbraucherfreundlichere Entwicklung der Heizstromtarife angestoßen. Das Bundeskartellamt leitete nach Untersuchungen des Heizstrommarktes ein Verfahren gegen einige Heizstromversorger ein, das 2010 zu Rückerstattungen an Heizstromkunden führte. Eine Vielzahl an Anbietern einigte sich anschließend auf die Durchsetzung mehrerer marktöffnender Maßnahmen, die auf eine Senkung der Heizstromtarife und mehr Wettbewerb abzielen. Dazu gehören die Veröffentlichung der Heizstromtarife und temperaturabhängiger Lastprofile im Internet durch den Netzbetreiber.

Keine Auswahl der Heizstromtarife möglich

Das Problem vieler Heizstromnutzer und Auslöser für das Kartellverfahren ist und war die Preispolitik der Heizstromanbieter, die in vielen Regionen monopolartig die Heizstromtarife bestimmen. Ein Anbieterwechsel ist daher so schwierig, weil oft nur der lokale Stromanbieter Heizstromtarife ausweist. Für andere Betreiber, die hohe Netznutzungsgebühren für die Weiterleitung des Stroms in andere Regionen zahlen müssten, lohnt sich die Aufnahme eines Niedertarifs oft nicht. Die fehlende Konkurrenz wirkt daher nicht regulierend auf die Preisentwicklung der Heizstromtarife. Für den Abnehmer heißt das, dass ein Anbieterwechsel und eine Wahl der Heizstromtarife oft nicht möglich sind.

Holzpellets-Preise

Modern heizen mit Pellets

Viele Verbraucher entscheiden sich auf der Suche nach einer Heizalternative für Holzpellets. Diese haben den Vorteil, dass die Preise relativ stabil sind; zudem werden sie häufig aus Holzabfällen hergestellt und belasten dann die Umwelt weniger.

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Wärme aus Luft, Erde und Wasser

Eine Wärmepumpe gewinnt Heizwärme, indem sie die Wärme nutzt, die in der Umgebung, also in Luft, Erde oder Grundwasser, vorkommt. Für den Strom, der die Wärmepumpe antreibt, gibt es ebenfalls spezielle Tarife.

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