Gas-Kündigung erledigt meist der neue Anbieter

Wenn man seinen Gasanbieter wechseln möchte, sollte die Gas-Kündigung am besten durch den neuen Anbieter erfolgen. Das erleichtert und verschlankt den Wechselprozess. Allerdings gibt es eine Ausnahme, nämlich das so genannte Sonderkündigungsrecht.

Es ist auf dem liberalisierten Gasmarkt keine große Sache mehr, einen alternativen Gasanbieter zu finden und zu diesem zu wechseln. Am unkompliziertesten geht der Wechsel übers Internet: Sie melden sich bei dem neuen Anbieter Ihrer Wahl an, und dieser übernimmt dann auch die Gas-Kündigung beim alten Anbieter. Der neue Anbieter kümmert sich um alles, Sie brauchen lediglich die notwendigen Angaben zu hinterlegen, also die Nummer Ihres Gaszählers, Ihren bisherigen Verbrauch und die Kundennummer beim alten Versorger. Aufgrund dieser Daten können Sie identifiziert und beim alten Anbieter abgemeldet werden. Gleichzeitig sind Sie als Kunde beim neuen Versorger angemeldet und werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit Gas beliefert. Auch im Falle einer Verzögerung im Wechselprozess sind Sie abgesichert: Falls der neue Versorger nicht so schnell liefern kann wie gewünscht, springt der örtliche Grundversorger ein. Eine durchgehende Belieferung mit Gas (wie mit Strom) ist in Deutschland gesetzlich garantiert, Sie müssen also keine kalte Wohnung aufgrund des Wechsels befürchten.

KündigungIm Regelfall übernimmt der neue Gasanbieter die Kündigung des alten Vertrages, nur bei sehr kurzen Fristen ist es ratsam, selbst zu kündigen.© Gina Sanders / Fotolia.com

Wann man dem Gasanbieter selbst kündigen sollte

Eine Ausnahme gibt es allerdings, was die übliche Vorgehensweise bei der Gas-Kündigung betrifft: Falls Sie ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen möchten, weil Ihr Anbieter die Gaspreise erhöht hat, sind Sie möglicherweise an eine kurze (meist zweiwöchige) Kündigungsfrist gebunden. In diesem Fall sollten Sie zusätzlich zur Anmeldung beim neuen Versorger auch selbst beim alten Gasanbieter kündigen, damit die Frist in jedem Fall eingehalten wird. Wenn Sie einen auslaufenden Vertrag kündigen möchten, schauen Sie bitte genau nach, wie rechtzeitig Sie gekündigt haben müssen, damit nicht etwa erneut eine Mindestlaufzeit beginnt.

Sollten Sie noch in der Grundversorgung sein, dann haben Sie sehr kurze Fristen (im Regelfall vier Wochen, bei Umzug sogar nur zwei Wochen), so dass Sie zeitig aus Ihrem Vertrag herauskommen. Achten Sie bei Abschluss des Neuvertrags gegebenenfalls auf kurze Vertragslaufzeiten, so dass Sie flexibel auf neue Entwicklungen auf dem Gasmarkt reagieren können.

Mieter können auf Sparpotenzial aufmerksam machen

Wenn Sie selbst beim alten Anbieter kündigen, sollte das schriftlich und per Einschreiben geschehen. Ohne Preiserhöhung können Sie nur zum Ablauf der regulären Vertragslaufzeit kündigen. Hierbei müssen Sie, wie erwähnt, selbst keine Gas-Kündigung aufsetzen, es genügt die Anmeldung beim neuen Anbieter, der dann die Kündigung vornimmt. Übrigens: Falls Sie in einer Mietwohnung leben, die mit Gas beheizt wird, können Sie zwar selbst keinen Anbieterwechsel durchführen - aber Sie können Ihren Vermieter auf das meist große Einsparpotenzial aufmerksam machen. Denn im Endeffekt zahlt nicht der Vermieter die Gasrechnung, sondern die Mieter. Wer noch in der teuren Grundversorgung steckt, spart vielfach eine dreistellige Summe pro Jahr durch den Wechsel des Gasanbieters.

Gas-Kündigung: Vorlagen zum Download

PDF

Auf der folgenden Seite finden Sie eine Muster-Kündigung für einen Gasvertrag. Für einige Strom- und Gasanbieter finden Sie rechts Vorlagen mit ausgefüllter Anschrift des gewünschten Anbieters.

Musterschreiben Gas-Kündigung

Gastarife vergleichen auf Tarife.de
Tipps und Ratgeber
Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top