Elementarversicherung: Schutz bei Unwetter oder Hochwasser

Eine Elementarversicherung oder Elementarschadenversicherung kann im günstigsten Fall durch spezielle Zusatzvereinbarungen im Rahmen der Gebäudeversicherung realisiert werden. Als Elementarschäden gelten Beschädigungen durch Erdbeben, Erdrutsch, Erdfall, Rückstau, Lawinen oder Überschwemmungen. Denkbar ist - vor allem für gefährdete Gebäude - auch ein separater Abschluss. Die Angebote der einzelnen Versicherer unterscheiden sich dabei ebenso wie die Höhe der Prämien oder der Leistungsumfang. Informieren Sie sich hier und finden Sie das beste Angebot. Auf Tarife.de finden Sie mit wenigen Klicks ein passendes Angebot für eine Gebäudeversicherung, die oft auch Elementarschäden absichert.

Nicht jeder Naturschaden ist ein Elementarschaden

Beim Abschluss einer Elementarversicherung nehmen die Details und die AGBs eine besondere Rolle ein, denn in einer Standardpolice sind längst nicht alle Schäden abgedeckt, die im Zusammenhang mit Naturgewalten entstehen können. So wird beispielsweise bei den Wasserschäden zwischen einem Hochwasser, einer Überschwemmung, einem Rückstau und einem Starkregen unterschieden. Auch der Umstand, dass die einzelnen Versicherungsunternehmen die Elementarschäden an unterschiedlichen Kriterien festmachen, verdient besondere Aufmerksamkeit. So können neben den versicherten Ereignissen beispielsweise auch die abgedeckte Schadenssumme, die Höhe der monatlichen Raten oder die regionale Abgrenzung der Risikogebiete (Wohngebiete, Straßenzüge, unbebaute Flächen, Hänge u. ä.) voneinander abweichen.

ÜberflutungDie Elementarversicherung als Bestandteil der Gebäudeversicherung deckt z.B. durch Hochwasser entstandene Schäden.© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Gefährdungsklasse bestimmt die Kosten der Elementarversicherung

Die Kosten einer Elementarschadenversicherung werden von der Gefährdungsklasse der betroffenen Immobilie beeinflusst. Um diese zu ermitteln, werden seit 2001 statistische Daten zu Überschwemmungen, Rückstaus und Starkregen herangezogen, um daraus ein mögliches Hochwasserrisiko für unterschiedliche Gebiete Deutschlands herzuleiten. Diese werden in vier abgestufte Gefährdungsklassen unterteilt. Mit steigender Gefährdungsklasse erhöht sich parallel auch der jeweilige Beitrag der Elementarversicherung. Bei Gebäuden der Gefährdungsklasse 4 (durchschnittlich einmal pro zehn Jahre ein Hochwasser) kann der Versicherungsschutz auch komplett verweigert werden.

Die Elementarschadenversicherung in Euro und Cent

Im Fall der Fälle wird der Schaden nur bis zur Höhe der zuvor vereinbarten Deckungssumme beglichen, die ebenfalls die Prämien maßgeblich beeinflusst. Doch auch viele weitere Faktoren fließen in die Berechnung der Prämienhöhe mit ein. Neben der geografischen Lage hängt sie beispielsweise auch von Statistiken zur Häufigkeit von Schäden, der Bodenbeschaffenheit (Erdreich, Vegetation) oder auch baurechtlichen Besonderheiten sowie natürlich der Art und Größe des Hauses ab. Am Ende dieser Berechnungen steht dann eine Zahl, die für jedes Gebäude individuell festgelegt wird.

Viele Hausbesitzer noch ohne Elementarversicherung

Die Elementarschadenversicherung ist nicht verpflichtend und wird oft unterschätzt. So waren laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr 2013 in allen Bundesländern außer Baden-Württemberg weniger als die Hälfte der Wohngebäude gegen Elementarschäden abgesichert – in Niedersachsen waren es sogar nur 13 %. Dabei hat eine Absicherung gegen Elementarschäden bereits seit den verheerenden Hochwassern 1997 (Oder) und 2002 (Elbe) deutlich zugenommen. Allein beim Elb-Hochwasser lag der Gesamtschaden laut einer Auswertung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft bei etwa 11600 Millionen Euro, abgesichert waren davon aber nur etwa 15%.

Statistik: Anteil der Wohngebäude, die gegen Elementarschäden wie Hochwasser und Überschwemmung versichert sind nach Bundesländern (Stand: 2013) | Statista
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